Saarbrücker Zeitung
Saarbrücker Zeitung · Print · 27. September 2024

„Ich hatte gute Gründe, misstrauisch zu sein"

Im Interview mit Tobias Keßler

Drei Jahre lang war Regisseur Simon Brückner bei Veranstaltungen, Sitzungen und internen Treffen der AfD dabei. Aus 500 Stunden Material hat er seinen viel gelobten Film „Eine deutsche Partei" destilliert, der präzise beobachtet, aber nicht kommentiert — die Einordnung der Partei überlässt der Regisseur dem Publikum. Im Rahmen der Dokumentarfilm-Tage „Let's Dok" kommt er mit seinem Film in die Camera Zwo nach Saarbrücken. Tobias Keßler hat vorab mit ihm gesprochen.

rbb Kultur
rbb Kultur · Das Gespräch · 4. Dezember 2022

Zu Gast bei Matthias Bertsch

Als Simon Brückner auf der Berlinale im Februar 2022 seinen Film „Eine deutsche Partei" vorstellte, musste er sich auch kritische Kommentare anhören: Eine Dokumentation über die AfD, in der nur Protagonisten der Partei zu Wort kommen, sei fragwürdig. Er biete den Rechtspopulisten eine Bühne und verharmlose sie. Doch dem Dokumentarfilmer geht es nicht um das Verurteilen, sondern um das Beobachten. Das gilt auch für „Aus dem Abseits", den Film über seinen Vater, Peter Brückner. Der Sozialpsychologe war eine Ikone der Studentenbewegung und wurde in den 70er Jahren von der Uni Hannover suspendiert, weil er der Sympathie mit der RAF verdächtigt wurde. So unterschiedlich die beiden Dokumentarfilme auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie werfen einen Blick auf die Ränder der Gesellschaft und auf das Thema Ausgrenzung.

Die Sendung ist nicht mehr im Online-Archiv des rbb verfügbar.

Indie Film Talk
Indie Film Talk · Folge 127 · Podcast

Direct Cinema: Das beobachtende Kino

„Sebastian Winkels und Simon Brückner berichten, wie herausfordernd es durchaus sein kann, Dokumentarfilmprojekte zu realisieren, die kein eindeutiges Ergebnis prognostizieren können. Aber welcher Dokumentarfilm kann das schon? Dabei fordert gerade die Form des Direct Cinema nicht nur das Publikum auf, mündig zu sein und sich in den Diskurs zu begeben, um eine eigene Antwort zu diskutieren — sondern schon die potenziellen Produzent*innen und Geldgeber*innen werden dazu aufgefordert, ähnlich wie bei einem wissenschaftlichen Projekt, den Ausgang ergebnisoffen anzugehen. Nur so ist eine künstlerische Forschung im Sinne des Direct Cinema überhaupt möglich. Nur so können andere Wege gefunden werden, das Unbeschreibbare beschreibbar zu machen, das Unerfahrbare erfahrbar und das Unsichtbare sichtbar."

FluxFM
FluxFM · Juni 2022

Zu Gast bei Ron Stoklas

Wie tickt die selbsternannte Alternative für Deutschland, wenn im innersten Partei-Kreis hinter verschlossenen Türen gesprochen wird? Genau das ist im Dokumentarfilm „Eine deutsche Partei" zu sehen. Im Februar feierte der Film bei der Berlinale Premiere — vorab hat FluxFM mit Regisseur Simon Brückner über die Arbeit am Film gesprochen.